Der treue und kluge Verwalter | 07.06.2026

Shownotes

Evangelische Freikirchliche Gemeinde TheRock Christuskirche Riensbergstraße 43 13599 Berlin (Spandau-Haselhorst)

Gottesdienst: 15:00 Uhr (erster Sonntag im Monat: 10:30 Uhr)

Homepage: weil-gott-dich-liebt

Wenn du noch nicht genau weißt, ob du noch religiös oder schon gläubig bist, dann ist das hier deine Playlist: Das Evangelium erklärt

Der HERR segne dich. Erfahre seine Gnade und lebe in seinem Frieden.

AMEN

Transkript anzeigen

00:00:12: Gemeinsam Glauben leben.

00:00:14: Sie hören den Predigt-Podcast der evangelisch Freikirchlichen Gemeinde

00:00:20: The Rock

00:00:20: Christuskirche aus Berlin

00:00:22: Spandau.

00:00:33: Ich lese den Text heute vor, den uns Dominic in der Predigt auslegen möchte und er steht in Lukas XII in den Versen einundvierzig bis achtundvierzig.

00:00:45: also holt eure Bibeln raus liest mit Wer keiner dabei hat, kann sich outen und dafür vorne mitlesen.

00:00:51: Also wenn ich jetzt hierum schaue, wer nach oben guckt, dann weiß ich die Bibel ist nicht dabei.

00:00:55: Na gut!

00:00:57: Okay, fährst einundvierzig da steht das Sprach Petrus zu ihm.

00:01:03: Herr sagst du dieses Gleichnis für uns oder auch für alle?

00:01:09: Der Herr aber sprach, wer ist wohl der treuer- und kluge Haushalter den er her über seine Dienerschaft setzen wird damit er ihnen zur rechten Zeit die verordnete Speise gibt.

00:01:22: Glückselig ist jener Knecht, den sein Herr wenn er kommt bei solchem Tun finden wird.

00:01:29: Wahrlich ich sage euch, er würde ihn über alle seine Güter setzen!

00:01:35: Wenn aber jener Knecht in seinem Herzen spricht mein Herr säumt zu kommen und anfängt die Knechte und die Märkte zu schlagen auch zu essen und zu trinken und sich zu berauschen so wird der Herr jenes Knechtes an ein Tag kommen da er es nicht erwartet Und zu einer Stunde, die er nicht kennt und er wird ihnen zweihauen und ihm sein Teil mit den Ungläubigen geben.

00:02:00: Der Knecht aber der den Willen seines Herrn kannte und sich nicht bereithielt und auch nach seinem Willentat wird viele Schläge erleiden müssen.

00:02:12: Wer ihn aber nicht kannte – doch Tat!

00:02:15: – was Schlägen verdient, der wird wenig Schläger erleiden muss.

00:02:20: Denn wem viel gegeben ist Bei dem wird man viel suchen.

00:02:25: Und wem viel anvertraut ist, von dem wird es du mehr

00:02:30: fordern.".

00:02:34: Ja vielen Dank Edel für das Vorlesen des Textes und auch euch liebe Geschwister, liebe Gemeinde möchte ich meinen Dank ausrichten.

00:02:42: Ich freue mich dass ich wieder bei euch sein darf und ich finde es wirklich einzigartig Dass ihr jungen Predigern wie mir die Möglichkeit gebt das Predigen zu üben und das Sonntag für Sonntags so aushaltet und mit macht.

00:02:54: deswegen vielen dank und ich hoffe, dass wir alle was von der heutigen Predigt mitnehmen können.

00:02:59: Kurz zu mir es wurde schon gesagt mein Name ist Dominik.

00:03:02: Ich bin heute mit meiner Frau Melina hier.

00:03:03: Wir kommen aus der Hoffnung.de Wie eine Internetseite ja Aus der Hoffnungen.de Gemeinde.

00:03:10: Die ist aktuell in blanken Felden untergekommen.

00:03:13: Ich bin achtundzwanzig Jahre alt Geistlich mittlerweile so sechs Und wir sind seit etwa zwei Jahren dann im August verheiratet.

00:03:24: beruflich arbeite ich als Einzelverhelfer.

00:03:28: Das bedeutet, ich begleite einen dreizehnjährigen Jungen der diagnostisch im Autismus-Spektrum angesiedelt ist sowohl zu Hause als auch in der Schule.

00:03:40: und ich glaube wenn ich das einfach mal so sagen darf Ich glaube dass sich meine Arbeit gutmache.

00:03:48: damit meine ich Verstehe meinen Klienten ich weiß wie er funktioniert ich weiß vor allem was er braucht Stichwort Regulation damit er am Alltagsgeschehen überhaupt teilnehmen kann.

00:04:02: Und doch habe ich etwas Unschönes an mir selbst beobachtet, so im Arbeitseitag und zwar dass es einen Unterschied macht ob jemand mit mir und mit meinem Klienten im Raum ist oder ob ich mit ihm so für mich bin.

00:04:17: ja also sobald es niemandem gibt der mir so direkt auf die Finger guckt wenn die Mama zum Beispiel dann zu Hause ist und das Wohnzimmer verlässt wird zusammen im Wohnzümer sind er sich dann unter den S-Tisch mit seinem Tablet verkriegt, sozusagen wir nicht mehr Augenkontakt halten können.

00:04:37: Dann passiert es manchmal dass ich so kleine Nachlässigkeiten bei mir einschleichen.

00:04:42: das mag sein vielleicht ein bisschen Trägheit hier oder ein bisschen Lustlosigkeit dort zwischendurch mal der Griff zum Handy natürlich versteckt, dass er es nicht mitbekommt.

00:04:54: Ich muss ja meiner Vorbildfunktion weiterhin nachkommen.

00:04:58: Und so wie ich das an mir beobachtet habe, so glaube ich dass wir das auch irgendwie alle von uns kennen und manchmal an uns beobachten nämlich sobald direkte Kontrolle zumindest scheinbar wegfällt.

00:05:12: Da steht man in der Gefahr, dass man nachlässig wird.

00:05:17: Das kennt man vielleicht so aus der Schule oder aus dem Büro?

00:05:20: Der Lehrer oder der Chef ist mit im Raum und alle in der Schule ist es vielleicht heutzutage nicht mehr unbedingt so aber Zumindest im Büro sollte man doch meinen, es ist der Fall das alle aufmerksam sind.

00:05:32: Man arbeitet fokussiert und kommt produktiv voran.

00:05:36: Sobald allerdings der Chef dann das Büro verlässt vielleicht früher den Feierabend für sich einläutet da passiert es dass man vielleicht weniger verbindlich arbeitet.

00:05:48: die Atmosphäre wird entspannter und lockerer man schafft einfach nicht so viel.

00:05:53: Und genau in diese Spannung hinein nämlich Treu sein in mitten von dieser Abwesenheit, genau das greift Jesus in Lukas XII auf.

00:06:05: Und damit wir wissen worum es heute geht – das Ganze funktioniert wunderbar!

00:06:14: Wir werden uns heute mit Verwaltung und dem treuen und klugen Verwalter mit dem Bösenverwalter beschäftigen und wo wir uns in dem Ganzen danach Möglichkeit auch wiederfinden und einordnen können, sodass wir was für die kommende Woche mitnehmen.

00:06:30: Die Frage lautet bei unserem heutigen Text Wie zeigt sich eigentlich echte Wachsamkeit?

00:06:38: In der Zeit bis Jesus wiederkommt?

00:06:42: oder anders formuliert wie sollen wir als Christen denn nun eigentlich ganz praktisch leben wenn Jesus noch abwesend ist?

00:06:51: Und bevor es in den Predigtext geht, denen wir jetzt gehört haben?

00:06:54: wie ihr vielleicht gemerkt habt beginnt das Ganze mit einer Frage.

00:06:58: Deswegen scheint es mir wichtig dass wir uns anschauen was im Kontext steht was davor so passiert ist.

00:07:06: In Lukas XII ist die Situation geschildert Dass Jesus zu seinen Jüngern spricht Währenddessen sich so beschreibt dass Lukas Tausende von Menschen versammelt haben.

00:07:17: Das ist also eine riesengroße Volksmenge die sich da versammelt haben, um Jesus zu hören.

00:07:25: Jesus nun wendet sich zuerst zu seinen Jüngern und warnt sie vor der Heuchelei de Farisea also mal grob zusammengefasst vor einem Leben das mehr von Menschen-Furcht anstatt von Gottesfurcht geprägt ist.

00:07:40: Und danach fährt er fort.

00:07:42: Da geht es um Themen wie Besitz, Sorgen falsche Sicherheiten im Leben wobei Jesus deutlich macht dass das Reich Gottes im Mittelpunkt stehen soll und nicht die eigene Selbstabsicherung.

00:07:57: Und von dort aus spricht Jesus dann über das Thema Wachsamkeit, Wann er denn von der Hochzeit zurückkommt?

00:08:24: Und stehen aber trotzdem die ganze Zeit über bereit, um ihrem Herrn sofort öffnen zu können wenn er dann anklopft.

00:08:31: Das ist Bild Nummer eins.

00:08:34: Dann noch Bild Nummer zwei.

00:08:36: Ein Hausbesitzer wäre dann bereit und wachsam Wenn er wüsste wann ein Dieb kommt um ihn auszurauben.

00:08:45: das auch irgendwie klar.

00:08:47: Ich glaube viele von uns kennen den Film Kevin allein Zuhause.

00:08:51: Kevin zurückgelassen bei sich und bemerkt, dass da die bekommen wollen um das Haus auszurauben.

00:08:57: Und weil er das schon weiß bereitet er sich vor und ist wachsam und kann sie dementsprechend auch abwehren.

00:09:03: Das vielleicht um das mal ein bisschen zu verbildlichen So und diese beiden Bilder nun laufen quasi auf dieselbe Wahrheit hinaus.

00:09:13: Wer wirklich mit dem Kommen seines Herrn rechnet der lebt in Bereitschaft.

00:09:20: Das kann man sich vielleicht vorspielen wie bei einem Feuerwehrmann.

00:09:23: Ein Feuerwehrman beginnt seine Schicht, weiß aber gar nicht genau ob vielleicht während seiner Schicht der Alarm losgeht und er sofort aufbrechen muss.

00:09:31: und trotzdem bereitet er sich aber vor so dass er einsatzbereit ist wenn es denn dann los geht.

00:09:38: Und deshalb weil das eben so wichtig ist schließt Jesus mit der Aussage dass auch die Jünger Dass sie bereit sein sollen weil sie nicht wissen, wann Jesus zurückkommt.

00:09:50: Er sagt denn der Sohn des Menschen kommt in der Stunde da ihr es nicht

00:09:55: meint.".

00:09:58: Und genau an dieser Stelle, da steigen wir jetzt in den heutigen Predigtext hinein und zwar beginnt dieser mit einer Frage die Petrus stellt.

00:10:09: Petrus aber sprach zu ihm Herr sagst du dieses Gleichnis zu uns oder auch zu allen?

00:10:18: Petrus merkt offensichtlich, Jesus redet zu ihnen.

00:10:22: Jesus lehrt sie.

00:10:23: Jesus warnt sie und er bemerkt also ich und die anderen Apostel wir haben offensichtlich eine spezielle Verantwortung für die Anderen.

00:10:33: Eine spezielle Berufung und deswegen möchte er wissen, Jesus gilt das jetzt explizit für uns?

00:10:41: oder gilt es auch für den Breiterenkreis der Junge?

00:10:45: Und Jesus antwortet hier in klassischer Jesus-Manier anstatt zu sagen, das gilt euch oder das gilt auch allen, erzählt ein weiteres Gleichnis.

00:10:57: Ein Gleichnis über zwei Arten von Verwaltern, nämlich einen treuen und klugen Verwalter und dem gegenübergestellt.

00:11:05: der böse Verwalte dazu fährst zweiundvierzig Der Herr aber sprach.

00:11:11: Wer ist nun der treue und kluge Verwalder den der Herr über seine Dienerschaft setzen wird?

00:11:17: um ihr die zugemessene Speise zu geben?

00:11:20: zur rechten Zeit.

00:11:21: Das ist die Frage, die Jesus hier stellt mit der er das Gleichnis eröffnet und ich denke weil der Begriff Verwalter, Verwaltung, Verwalterschaft vielleicht nicht so modern und dementsprechend nicht allen unbedingt klar ist möchte ich das einmal kurz nochmal definieren.

00:11:39: Wichtig es zu verstehen ein Verwalder isst kein Besitzer!

00:11:46: Wenn jemand einen Verwalter ist, dann arbeitet er nicht mit seinem eigenen Haus.

00:11:52: Er managt jetzt nicht seine eigenen Knechte und seine eigenen Vorräte sondern alles worüber er Verantwortung trägt.

00:11:59: das gehört jemand anderem in dem Fall seinem Herrn.

00:12:03: Und genau das macht dann die Verantwortung auch so gewichtig weil es um Dinge und auch um Menschen geht Die ihm anvertraut wurden.

00:12:11: und ich denke dass Jesus dieses Bild eines Verwalters gebraucht, das ist kein Zufall.

00:12:18: Das ist wahrscheinlich ein ganz zentraler Aspekt was es bedeutet Jesus nachzufolgen und Christ zu sein denn jeder Gläubige hat etwas ganz konkret, ganz persönlich von Gott anvertraut bekommen.

00:12:34: Etwas dass Gott gehört, was wir verwalten.

00:12:37: Jeder von uns ist ein Verwalter und deshalb betrifft dieses Gleichnis auch nicht nur vor zweitausend Jahren die zwölfer Postel, sondern es betrifft jeden Gläubigen.

00:12:48: Denn so wie die Knechte in dem Gleichnis leben auch wir in einer Wartezeit und wir haben das bei dem einen Lied auch gesungen – ich glaube das Himmelslied hieß das?

00:12:58: Es ist so.

00:12:59: Jesus kam vor zwei tausend jahren bis dann als Stellvertreter für unsere Sünden gestorben, ist auferstanden und dann ist er wieder zum Vater mit der Himmelfahrt in den Himmel entrückt ist dementsprechend aktuell nicht gegenwärtig sichtbar und wir warten darauf, dass er wiederkommt.

00:13:19: Allerdings wissen wir nicht genau wann das sein wird.

00:13:24: Und genau in dieser unbestimmten Wartezeit, in der wir leben zeigt sich dann eines nämlich ob wir wachsam sind, ob wir treu leben oder eben nicht.

00:13:35: Ich glaube, dass wir genau an dieser Stelle einmal ganz persönlich werden dürfen.

00:13:39: ich habe euch Zettel mitgebracht sich welche genommen hat oder welche bekommen, halt ihr dürft euch den Zettel einmal vor die Nase nehmen.

00:13:49: Was ich jetzt von euch möchte wenn nicht guckt ihr vielleicht beim Nachbarn mit rein oder so könnt noch in Gedanken das mitmachen.

00:13:56: was ich von euch Möchte ist dass sich jeder bei erstens Einmal kurz Zeit nimmt drei bis fünf Lebensbereiche zu benennen in denen du ganz konkret Von Gott Verantwortung bekommen hast indem Du Verantwortung trägst.

00:14:13: Und damit die Aufgabe vielleicht etwas greifbarer für euch ist, mache ich das mal an meinem Beispiel fest.

00:14:21: Ich bin verheiratet.

00:14:23: Dementsprechend habe ich eher angekreuzt und ich bin als Ehemann für meine Frau verantwortlich.

00:14:29: Demensprechend hab' ich Melina hingeschrieben.

00:14:33: bei Familie weil wir noch keine Kinder haben, habe ich meine Eltern hingeschrien man soll als Kind seine Eltern ehren.

00:14:40: dem entsprechend sind meine Eltern auch mir anvertraut.

00:14:44: oder bei der Arbeit habe ich angekreuzt, da bin ich für meinen Klienten verantwortlich.

00:14:51: So in etwa könnte das jetzt bei euch also auch aussehen?

00:14:54: Drei bis fünf Bereiche, in denen du konkret Verantwortung trägst, etwas verwaltet, dass Gott die gegeben hat... Ich würde sagen, ich gebe euch dafür einfach mal zwei Minuten und wir schauen mal wie weit wir kommen!

00:15:12: Seitdem Jürgen das im Predigtseminar so vorgestellt hat, mit den Lernzielen und Aktivitäten mache ich das auch manchmal bei uns in der Gemeinde.

00:15:19: So mit den Klemmbrettern.

00:15:20: Das fühlt sich an wie einer Schule – bei einem Test mit der unangenehmen Stille.

00:15:25: aber danke euch dass ihr das mitmacht!

00:15:27: Ich hoffe es war jetzt nicht zu schwer oder nicht zu wenig Zeit.

00:15:31: Vielleicht merkt ihr schon an der ersten Frage und so wir eure Verantwortungsbereiche ganz konkret aufgeschrieben habt Verantwortung im Reich Gottes ist oft alltäglicher, als wir das so denken.

00:15:45: Genau deshalb fragt Jesus ja auch nicht, wer ist denn eigentlich der erfolgreichste oder der beliebteste oder der größte Verwalter unter uns allen?

00:15:54: Sondern es geht ihm darum, wer der treue und kluge Verwalther isst.

00:15:58: Und Jesus beschreibt diesen nun in den Versen dreiundvierzig-unvierundviertzig wie folgt wenn er kommt bei solchem Tun finden wird.

00:16:11: In Wahrheit sage ich euch, dass er ihn über seine ganze Habe setzen

00:16:16: wird.".

00:16:18: Man merkt hier Jesus definiert Wachsamkeit gar nicht abstrakt oder dergleichen sondern Wachsammkeit bzw.

00:16:26: Wachssamkeit.

00:16:28: damit meint Jesus nicht dieses bloße Abnicken der Wahrheit das Jesus ja irgendwann wiederkommen wird.

00:16:35: Also es geht nicht darum, dass man sagt ja Herr ich glaube das du eines Tages wiederkommen wirst so mit dem Blick zum Himmel gerichtet irgendwann da werden wir dich von dort aus sehen her.

00:16:46: Sondern bei Wachsamkeit geht es Jesus um etwas ganz anderes denn wahre Wachsammkeit zeigt sich darin wie treu jemand in der Wartezeit in dieser Zwischenzeit mit dem umgeht was ihm anvertraut wurde.

00:17:01: Das heißt echte Wachssamkeit ist nicht einfach nur passives Absitzen aus dem Fenster gucken.

00:17:08: Na, wann kommst du denn endlich mal Jesus?

00:17:10: Sondern es geht darum fortlaufend aktiv zu dienen.

00:17:16: Das macht auch der Treuknacht Er steht jeden Tag auf er erledigt seine Aufgaben und er dient einfach treu in dem weiter dass er den anderen Essen gibt Dann wenn sie Hunger haben oder wenn man sagt gut jetzt ist Mittag kommt Mal alle an den Tisch ich habe das Essen für euch das ist seine Aufgabe Und das macht ja.

00:17:36: und darin lebt er so lange und ist dementsprechend so lange treu, lebt so wie Jesus das von einem Knicht möchte.

00:17:46: Wachsam, treu und weiterhin dienend!

00:17:50: Und was ich irgendwie spannend daran finde, wie Jesus diesen treuen Knicht darstellt?

00:17:54: Was ich aber auch entlasten finde... weil man ja manchmal denkt, ich müsste jetzt irgendwie ...was weiß ich in der Gemeinde irgendwie auch ... sowas Großes umsetzen.

00:18:04: oder ich sehe andere, die scheinen irgendwie so viel zu haben.

00:18:07: Die scheinen soviel zu können und stehen vorne vor allem.

00:18:11: Da sieht jeder ganz konkret was man so macht.

00:18:16: Darum geht es aber im Endeffekt gar nicht!

00:18:19: Es geht nicht um das große oder spektakuläre sondern der Treueknicht zeichnet sich dadurch aus dass er einfach nur Essen austeilt.

00:18:25: Essen zur richten Zeit mehr macht er nicht.

00:18:28: So beschreibt Jesus jemandem, der treu ist und das ist wertvoll für dem Herrn.

00:18:34: Der ist nicht dieser Workaholic, der denkt ich müsste überall mitmischen.

00:18:39: Ich muss den ganzen Laden irgendwie am Laufen halten, ich muss alles anleiten sondern Jesus stellt wahre Wachsamkeit zum einen funktionsbezogen dar es gibt eine konkrete Aufgabe und zum anderen ist das ganze beziehungsorientiert.

00:18:56: also auf der Gemeinschaftsebene geht es darum anderen zu dienen.

00:19:03: Das zu dem Treuen- und Klugenknicht.

00:19:05: Jesus fährt jetzt aber fort mit dem genauen Gegenteil für das Vierfünfundvierzig.

00:19:08: Wenn aber jener Knecht in seinem Herzen sagt, mein Herr lässt sich Zeit mit ihm kommen und anfängt die Knechte und Mägde zu schlagen und zu essen und zu trinken und sich zu berauschen... Was ist hier festzuhalten?

00:19:26: Ich glaube eine Sache ist wichtig!

00:19:30: Der böse Knecht sagt nicht, Mein Herr der kommt er überhaupt nicht mehr wieder.

00:19:36: Das macht er nicht.

00:19:38: Der Böseknicht verleugnet nicht, dass sein Herr irgendwann wiederkommen wird.

00:19:42: Er weiß, dass ein Herr irgendwann Wiederkommen wird!

00:19:44: Das ist also nicht das Problem sondern das Problem, das liegt viel tiefer denn die Widerkunft des Herrn verliert für den bösen Knecht einfach so lebenspraktisch an Bedeutung.

00:19:56: Denn die Wiederkunft, die wird dann so behandelt Die schiebe ich einfach mal weit in die Zukunft.

00:20:04: Ein Herr ist weg.

00:20:06: Das dauert ja bestimmt noch lange und in der Zeit kann ich es mir selbst erst mal so richtig gut gehen lassen.

00:20:13: Das heißt, das Leben in der Gegenwart wird gar nicht mehr geprägt Und das ist ein Problem.

00:20:19: Die Rechenschaft erscheint fern und jetzt passiert das Entscheidende.

00:20:23: Er beginnt seinen ihm anvertrauten Verantwortungsbereich als eigenen Besitz zu behandeln Und dass ist genau der Fehler.

00:20:32: Aus Verwaltung wird dann Selbstherrschaft und daraus entstehen Machtmissbrauch Selbstbedienungen und vor allem auch Vernachlässigung anderer.

00:20:41: Also er schlägt, er ist, er trinkt, er berauscht sich... Und so stellt uns Jesus diese beiden Knechte gegenüber – den treuen und den bösen Knecht?

00:20:53: Und beide wissen ja nicht wann der Herr zurückkommt!

00:20:57: Sie gehen allerdings ganz unterschiedlich damit um.

00:20:59: Wenn ich das mal so formuliere, dass der treue Knacht sagt… Auch wenn es dauert….

00:21:05: Ich bleibe weiterhin treu und diene in dem was mir anvertraut ist Und der böse Knecht hingegen sagt, wenn es dauert, dann kann ich erst mal für mich leben.

00:21:15: Das ist der Unterschied!

00:21:17: Die Abwesenheit ist nicht das Problem und auch nicht das probleme, dass man nicht weiß wann der Herr zurückkommt sondern die Abwesenheit offenbart etwas, es offenbart nämlich das Herz Es offenbart die Untreue, die bereits da ist.

00:21:34: Ich weiss nicht ob ihr das vielleicht auch so kennt, ich kenne das zumindest dass ich mir so denke, also irgendwie Jesus könntest du auch gerne einfach wiederkommen und ich finde das wäre auch so viel einfacher wenn Du hier wärst.

00:21:49: Wenn Du jetzt hier bei mir wärst, wenn ich Dich sehen könnte ja dann würde ich ja auch ganz anders leben Dann wäre das mit der Treue?

00:21:58: Das wäre gar kein Problem Klar!

00:22:00: Dann würde ich es mit der Sünde auch ganz anderes händeln Also... dann wäre das Leben irgendwie soviel leichter.

00:22:08: Da müsste ich nicht dauernd im Gebet zu dir kommen und mich entschuldigen, sondern... Ich würde ganz anders in Rechenschaft vor dir leben.

00:22:15: Weil ich dich sehe!

00:22:18: Darum geht es allerdings nicht.

00:22:26: Gott lässt uns nämlich ganz bewusst auf Jesus warten.

00:22:30: Und das erscheint uns vielleicht manchmal als unangenehmen oder auch unverständlich warum Gott so viele Dinge noch laufen lässt.

00:22:36: wenn der Welt in unserem Leben aber eins ist wichtig zu verstehen So lange der Herr noch weg ist offenbart sich ob die Knechte ihm dienen oder nur sich selbst.

00:22:50: Im ersten Korintherbrief greift Paulus diesen Gedanken auf, dass die Wartezeit eine ganz wichtige Komponente beinhaltet, nämlich das es dabei um die Prüfung unserer Selbst geht.

00:23:02: Da schreibt der erste Korinter vier vers fünf so verurteilt nichts vor der Zeit bis der Herr kommt, der auch das Verborgende der Finsternis ans Licht bringen und die Absichten der Herzen offenbaren wird Und dann wird jedem sein Lobwerden von Gott.

00:23:21: Tja, wer diese Wartezeit also diese Prüfung Gottes nicht bestanden hat das ist der böse Knecht hier im Gleichnis.

00:23:27: für ihn gibt es keinen Lob vom Gott Sondern wie es in versechst und vierzig steht so wird er Herr jenes knechtes kommen an einem tag An dem er ist nicht erwartet und in einer stunde die ja nicht weiß und wird ihnen Zweischneiden und ihm seinen teil festsetzen bei den Ungläubigen.

00:23:49: Lass uns an dieser Stelle nochmal auf unsere Zettel schauen.

00:23:53: Ihr habt ja gerade eben nach Möglichkeit eure Verantwortungsbereiche definiert und jetzt möchte ich, dass wir uns die Frage stellen wie denn Treue eigentlich ganz konkret in diesem Bereich aussehen könnte?

00:24:08: Das heißt wählt euch von euren Bereichen die ihr aufgeschrieben habt bitte zwei aus!

00:24:15: Und versuch dann mal zu definieren, was es bedeutet dort verantwortungsvoll und treu zu sein.

00:24:20: Ich mache das nochmal an meinem eigenen Beispiel fest damit dass vielleicht etwas anschaulicher ist.

00:24:26: Bereich eins lautet bei mir ehe und darunter habe ich geschrieben treu wenn man verlässlich ist.

00:24:34: ja also ich als ehemann.

00:24:36: ich bin im endeffekt treu gegenüber meiner frau die mir an vertraut ist wenn nicht zum beispiel Wenn ich mich an Absprachen halte, wenn ich meinen Verpflichtungen nachkomme.

00:24:48: Wenn Melina sich auf mich verlassen kann!

00:24:50: Auf mein Wort und auf meine Handeln.

00:24:54: Es geht mir also nicht darum dass ihr euch jetzt selbst bewertet Sondern es geht da drum einfach mal objektiv eine Beschreibung zu finden was jemanden ausmacht der in euren Verantwortungsbereichen als treu beschrieben werden kann.

00:25:07: Ich gebe euch dafür auch nochmal zwei Minuten Zeit.

00:25:14: Okay, vielen Dank fürs mitmachen.

00:25:18: Keine Verpflichtung, es ist nur für euch und im Endeffekt auch die Bewertungen für Jürgen als Vorgabe.

00:25:32: Also in meiner Gemeinde ist das auch sehr ungewohnt.

00:25:35: Ich weiß nicht ob ihr das jetzt auch jeden Sonntag habt aber ich habe schon oft die Rückmeldung bekommen.

00:25:38: Es hilft tatsächlich sich zu konzentrieren Und auch wenn's nur dadurch ist dass man darauf rumgritzelt Fühlt euch da ganz frei Das könnt ihr gerne machen wird nicht eingesammelt und auch nicht abgefragt.

00:25:51: Nachdem Jesus jetzt den klugen, treuen Verwalter und den bösen Verwaltern definiert hat.

00:25:59: Gegenüber gestellt hat kommt es jetzt in den Versen siebenundvierzig und achtundvierzig zur Poante des Gleichnisses.

00:26:08: Jener Knecht aber der den Willen seines Herrn wusste und sich nicht bereitet noch nach seinem Willen getan hat wird mit vielen Schlägen geschlagen werden.

00:26:18: Wer ihn aber nicht wusste, aber getan hat was der Schläge wert ist wird mit wenigen geschlagen werden.

00:26:25: Jedem aber dem viel gegeben ist, viel wird von ihm verlangt werden und wem man viel anvertraut hat, von dem wird man desto mehr

00:26:36: fordern.".

00:26:39: Was will uns Jesus jetzt deutlich machen?

00:26:41: Er zeigt Nicht jeder Mensch wird gleich beurteilt wenn er vor Gott steht sondern je mehr jemand von Gott erkannt hat.

00:26:51: Je mehr jemand verstanden hat und je mehr jemandem auch anvertraut wurde, desto größer ist dementsprechend auch die Verantwortung.

00:27:02: Das ist auch irgendwie logisch das kennt man aus dem Alltag.

00:27:04: ich kann von einem Azubi nicht das gleiche erwarten wie vom Chef.

00:27:08: So ist es auch im Reich Gottes.

00:27:10: Nicht jeder ist gleich begabt.

00:27:12: wir sind biografisch auch kennzeichnet dass sieht Gott das weiß Gott und dementsprechend ist das so.

00:27:19: je nach Maß Unserer Verantwortung entspricht dann auch das Maß der Belohnung oder der Bestrafung.

00:27:29: Im Jakobusbrief heißt es zum Beispiel, werdet nicht viele Lehrer meine Brüder da ihr wisst dass uns ein schwereres Urteil erwartet oder dass wir ein schweres Urteil empfangen werden um nun mal aufzuzeigen dass es da Unterschiede im Reich Gottes gibt.

00:27:45: Gott verlangt nicht von jedem das Gleiche.

00:27:51: Das Schöne ist bei Gott aber, dass diese unterschiedliche Bewertung nicht einfach willkürlich ausfällt sondern sie sich eben danach richtet was wir verstanden haben und wo wir Verantwortung empfangen haben.

00:28:02: Und damit beantwortet Jesus denke ich auch indirekt die Frage des Petrus der wissen wollte gilt das jetzt uns zwölf oder gilt es auch allen anderen Aposteln?

00:28:13: Ja!

00:28:14: Die Apostel tragen ganz offensichtlich aufgrund ihrer Erkenntnis aufgrund ihrer Berufung eine ganz besondere Verantwortung als Fundament der Gemeinde, als diejenigen, die der kleine Kern sind, die Jesus begleiten.

00:28:31: Die von ihm lernen und die dann seine Zeugen sein sollen und in die Welt das Evangelium hinaus tragen.

00:28:39: Aber das gilt genauso auch für alle anderen.

00:28:41: Wem Gott etwas anvertraut hat?

00:28:44: Von dem wird er auch Treue hierhin erwarten.

00:28:46: Und da ist es egal ob das jetzt viel oder wenig ist.

00:28:51: Und deshalb möchte ich euch bitten zum Abschluss nochmal Frage drei anzuschauen.

00:28:58: Da geht es darum, ihr schaut auf eure Verantwortungsbereiche die ihr hoffentlich formulieren konntet und auf die Eigenschaften Die man in diesen Bereichen benötigt und fragt euch In welchem dieser bereiche möchte Ich denn jetzt eigentlich konkret in der nächsten Woche bewusst treu er dienen?

00:29:18: Und wie das mag sein Ich möchte mehr Geduld mit meinen Kollegen haben.

00:29:24: Ich möchte mir mehr Zeit nehmen für meine Kinder oder verlässlicher gegenüber meiner Frau sein, was auch immer.

00:29:31: Dafür habe ich mich zum Beispiel entschieden.

00:29:33: Da sehe ich aktuell den größten Bedarf in der Ehe.

00:29:38: Ich habe als konkreten Vorsatz aufgeschrieben, ich möchte jeden Abend bevor ich ins Bett gehe die Küche bei uns zu Hause machen weil ich weiß, dass sich meine Frau darüber freut bzw.

00:29:51: sich am nächsten Morgen nicht drüber ärgert wenn ich es nicht gemacht habe und ich dir darin ganz konkret dienen kann.

00:29:58: Jetzt seid ihr dran.

00:30:00: Ich denke eine Minute sollte da vielleicht ausreichen!

00:30:06: Ich hoffe jeder von euch konnte sich jetzt konkret was für die Woche vornehmen Und ich versuche das Ganze jetzt einfach nochmal kurz und greifbar zusammenzufassen.

00:30:17: Es geht darum, dass Jesus seine Jünger über Wachsamkeit belehrt und beschreibt Wachsammkeit nicht als einfach dieses Passiver abwarten.

00:30:29: Und abnicken davon, dass Jesus ja irgendwann wiederkommen wird sondern wirklich wachsam zu sein bedeutet in der Zeit seiner Abwesenheit weiterhin treu zu dienen.

00:30:40: Treu mit dem umzugehen was Gott uns anvertraut hat.

00:30:44: und wenn wir dann am Ende vor Gott stehen Wenn wir beurteilt werden für die Art und Weise wie wir unser Leben gelebt haben, dann werden wir nicht danach beurteilt werden ob wir den größtböglichen Verantwortungsbereich hatten.

00:30:59: Ob so viele Leute wie möglich uns gehört oder gesehen haben oder ob wir bei jedem Gemeindeprojekt intensiv dabei waren sondern Wir werden darin beurtheilt werden was wir mit dem getan haben worin Gott uns Verantwortung gegeben hat Wie wir mit Menschen, Dingen Zeit, Geld umgegangen sind in der Zeit seiner Abwesenheit.

00:31:23: Und genau deshalb ist es auch nicht relevant dass wir uns miteinander vergleichen Dass wir sagen ich habe viel weniger oder viel mehr als die andere.

00:31:33: Sondern es geht darum das wird treu Tag für tag Das verwalten was wir haben und darin beständig bleiben.

00:31:41: und wenn wir das tun dann dürfen Wir wissen dass wir dem entsprechen was Jesus von uns möchte nämlich dass wir wirklich wachsam sind.

00:31:51: Und deshalb lasst uns nicht nur an die Wiederkunft, die so glauben sondern lasst es uns schon im heute so leben dass seine Widerkunft unser Leben prägt und relevant ist treu, wachsam dienend und das Beste her

00:32:08: kommt.

00:32:17: Vielen Dank fürs zuhören!

00:32:19: Alle Informationen zu unserer Gemeinde finden sie im Internet

00:32:24: auf

00:32:24: www.weil-got-dich-liebt.de.

00:32:32: Wir wünschen Ihnen Gottes reichen Segen!

00:32:35: Bis zum nächsten Mal!

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